Endlich geht es los… oder: Die Reise hat einen Anfang gefunden.

Endlich ist es soweit! Das Vorbereitungsseminar am Werbellinsee liegt hinter mir und am Samstag, den 18.09.2010 bin ich gesund und munter in Tbilisi, Georgien gelandet. Alle Vorbereitungen sind abgeschlossen und nun gibt es kein Zurück mehr. Lasset die Reise beginnen 😉

Da ich generell eher schreibfaul bin und in letzter Zeit so viel zu tun war, dass ich auch immer eine Ausrede hatte, mich nicht mit meinem Blog zu beschäftigen, möchte ich dies nun nachstehend wieder gut machen. Deshalb berichte ich euch kurz und knackig, wie mein 10-tägiges Vorbereitungsseminar am Werbellinsee war, um euch dafür umso mehr von meiner Ankunft und meinen ersten Eindrücken in Tbilisi zu berichten –was durchaus spannender und nennenswerter ist im Vergleich zu meinen reisevorbereitenden Aktivitäten. Damit ihr nicht nur lesen müsst und ihr bei der Informationsaufnahme nicht einpennt, hab ich euch noch ein paar wunderhübsche Bilderchen zur Ermunterung des Gemüts eingestellt. Viel Spaß beim Durchstöbern!

 

Die Reise zum Vorbereitungsseminar ging für mich schon am 03.09.2010 los, nachdem ich diverse abschließende Formalitäten in Heidelberg geregelt hatte. Im schönen Berlin angekommen, kam erst einmal (und nur für mich) die Sonne raus und ich konnte die letzten Spuren des Sommers auf meinem Gemüt genießen. Mir war vorher noch gar nicht bewusst, wie viel Freunde und gute alte Bekannte man treffen kann, wenn man endlich mal wieder Zeit für sich hat und kaum mehr was erledigen muss. Dementsprechend konnte ich mich von Freitag bis Sonntag vergnügt in Berlin gehen lassen und das lockere, unbezwungene Dasein des (ehemaligen Studenten-)Lebens genießen. So wäre ich am liebsten noch einige Tage länger im schönen Berlin geblieben und hätte auch nichts gegen den ein oder anderen Cocktail, Markt oder Spaziergang gehabt.

Leider wurde daraus nichts. Denn am nächsten Tag ging die Reise weiter an den eigentlich Erholungspotential in sich tragenden Werbellinsee im nahegelegenen Brandenburg. Schwer bepackt dort angekommen, war ich zunächst völlig überfordert und informationsüberflutet -240 18- bis 26-Jährige Männlein und Weiblein auf einem nicht all zu kleinen, aber doch überschaubaren, aufeinander drängenden Gelände in der Nähe des Sees. Nach einer kurzen Orientierungsphase und einem schnellen Zimmerbezug wurden die ca. 240 Kulturweit-Freiwillige offiziell begrüßt und das Vorbereitungsseminar hatte nun begonnen. Es folgten (in Kurzfassung): Eine Menge interaktive, partizipative (Gruppendynamik fördernde) Gemeinschaftsspiele, diverse inhaltliche Workshops, leider nicht-Sabrina-artgerechte und damit nichtsättigende Kost, schlechtes, kaltes Wetter, dafür klaren Himmel mit so vielen Sternen und Sternschnuppen, wie ich noch nie zuvor gesehen habe, Feierei, Schlafmangel, Frust, Spaß, Überforderung, Angst, Mut, Hoffnung –Startbereitschaft. Aber vor allem 240x die Frage: „Und, wo gehst du hin? … Über welche Organisation? … Ah ja … (nach 5-minütigem Gespräch:) Und wie heißt du eigentlich…?“ Daneben wurde jede Menge reflektiert und für bestimmte Themen sensibilisiert. Nicht jedermanns Sache (damit meine ich vor allem nicht meine Sache…). Aber es scheint seine Wirkung gehabt zu haben. Dem Eindruck nach schienen alle startklar (-abgesehen vom schlechten gesundheitlichen Zustand, aufgrund des grauenhaften Wetters…-) und gespannt, auf das, was nun kommt.

So ging es für mich am 18.09.2010 um 3 Uhr in der Früh los. Die letzten Utensilien wurden in den Rucksack gestopft, ein letztes Mal in einem schönen, gut gepflegten Bad duschen, ein letztes deftiges Frühstück und ab ging’s nach München an den Flughafen. Natürlich viel zu früh angekommen und das obwohl Oktoberfestbeginn war. Na sowas!

Nach einem unturbulenten, sektbegleiteten, vierstündigen Flug kamen wir sechs Freiwillige in Tbilisi an. Leider nicht bei vorhergesagten 29°C Sonnenschein und klarem Himmel, dafür bei warmen 20°C mit Regen (und -wolken ). Doch das machte den Anfang nicht weniger schön! Im Gegenteil: Unsere Betreuerin Jutta holte mich und Jessica am Flughafen ab und brachte uns zunächst zu sich nach Hause. Allein die Autofahrt ist schon eine Geschichte wert. Ich sage nur: Das Autofahren in Georgien ist äußerst turbulent, im Prinzip wie Boxautofahren für Erwachsene. Also besser die Finger vom Lenkrad lassen, wenn man etwas unsicher und zurückhaltend, aber vor allem sicher fahren möchte. (Kleiner Tipp am Rande…)

In Sololaki, der Altstadt Tbilissis, haben wir zunächst einen ersten kleinen Rundgang gemacht, um einen ersten schönen Eindruck der Stadt zu erhalten. Ich sage nur soviel: Tbilissi ist eine Stadt zum Verlieben! Keine deutsche Stadt lässt sich mit ihr vergleichen -Tbilissi glänzt mit vielen versteckten Schönheiten und gleicht einem riesigen Abenteuerspielplatz für Erwachsene (aber hierzu mehr an anderer Stelle).

Damit wir wirklich im Land bzw. in der Stadt ankommen, war natürlich das erste, was wir nach dem Rundgang gemacht haben: Essen gehen. Und zwar typisch georgisch! Damit wir auch gleich merken, was unseren Bauch nun ein Jahr begleiten wird… Nämlich der reinste Genuss! Zu den kulinarischen Besonderheiten gibt es eine ausführliche Kategorie, in welcher in versuchen möchte, euch den Gaumenschmauss so eindrücklich wie möglich näher zu bringen. An dieser Stelle möchte ich nur erwähnen, dass es in Georgien typisch ist, den Tisch mit vielen verschienden Gerichten zu füllen und alles wird miteinander geteilt. Man bekommt quasi keine eigene Portion, so wie es in Deutschland üblich ist. Aber das gefällt mir hier umso besser, denn so kann man von allem probieren und teilt brüderlich 😉

Abgeschlossen wurde unser erster Abend mit einer Flasche Wein auf dem Balkon mit Blick auf den glitzernd-funkelnden Fernsehturm der Stadt…

 

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