Wochenrückblick-i noemberi

Diese Woche kann ich leider nicht von einem Ausflug berichten, da ich ausnahmsweise in Tbilissi geblieben bin. Warum? Ganz einfach: Unter der Woche war so viel los, dass ich ein ruhiges, entspanntes Wochenende gebraucht habe. So erholsam war es dann zwar doch nicht, aber wie sagt man so schön: Erstens kommt es immer anders und zweitens als man denkt.

In der Schule wurde es diese Woche bunt: Mit meinen Flowersticks, meinen Pois und meinen Jonglierbällen bin ich von Klasse zu Klasse gewandert und habe den georgischen Schülern das Jonglieren näher gebracht. Helle Begeisterung auf allen Seiten! Die Kids waren teilweise so von den Socken, dass sie Tränen in den Augen hatten als es geklingelt hatte und ich zur nächsten Klasse gegangen bin. Auch die Lehrer probierten sich an der Jongliererei –ein äußerst amüsanter Anblick. J Da meine Flowersticks so gut bei den Schülern ankamen, werde ich diese und nächste Woche in weitere Klassen gehen –bis alle Deutschklassen die Jonglierspiele kennen. Nun werden wir auch versuchen Spenden aufzutreiben, um dann Flowersticks, Diabolos und Jonglierringe zu kaufen. Das Endziel wird eine Jonglage-AG/ -Pause sein, in welcher die Schüler endlich einen Ausgleich zu ihrem stressigen Schulalltag finden, um sich spielerisch mit etwas anderem als der unendlichen Wissensakkumulation beschäftigen zu können. Drückt uns die Daumen! (Wie begeistert die Schüler davon sind, dass man ihnen diverse Spiele näherbringt, die sie noch nicht kannten, merkt man auch daran, dass ich zum einen regelmäßig geknuddelt werde und zum anderen wöchentlich selbstgemalte Bilder von ihnen erhalte. Eine Ähnlichkeit zu mir kann ich zwar nicht feststellen, aber dafür zwischen den gemalten Sabrinas. Irgendwie sehe ich anscheinend so aus…)

Ansonsten wird weiter fleißig an der Schülerzeitung gearbeitet, welche hoffentlich das erste Mal im Dezember erscheinen wird. Neben spannenden Berichten über uns Freiwillige, die Lesung von Tamara Bach im Goethe-Institut und den Austausch der 11. Klasse mit deutschen Schülern werden uns eine Fotostory und ein Kreuzworträtsel erwarten. Man kann sich schon freuen. Zu guter Letzt wird sich hoffentlich ein selbstgeschriebenes Märchen mit entsprechenden selbstgemachten Bildern von einer 8. Klasse in der Ausgabe wiederfinden –dies hängt davon ab, wie gut mein Märchenprojekt klappen wird, welches ich diese Woche beginnen und bis Ende November durchführen werde. Auf das Resultat kann man schon gespannt sein. J

Weiter erwähnenswert neben den schulischen Ereignissen ist natürlich mein alltägliches Dasein. So war ich am Dienstag mit anderen Freiwilligen im Pantomime-Theater, was sehr eindrucksvoll war. Zwar war die Location nicht gerade die schönste, aber wenn man kein Georgisch versteht, muss man eben auf sprachlose Möglichkeiten zurückgreifen, welche dann natürlich nicht im pompösen Staatstheater stattfinden. An alle nicht Georgisch sprechenden Personen, die sich in Tbilissi befinden: Besucht das Schatten- und das Pantomime-Theater. Beide sind empfehlenswert und auch für unser eins verständlich.

Ansonsten habe ich diese Woche meine Betreuerin und ihre Kiddies endlich zum versprochenen, selbstgekochten Essen eingeladen, um mich für die nette Aufnahme nach meiner Ankunft zu bedanken. Auch an dieser Stelle nochmal ein großes Dankeschön! (Wen es interessiert: Es gab Gemüsepfannkuchen. Die Zubereitung war äußerst interessant, was aber auch kein Wunder ist, wenn einem die Hälfte der Küchenutensilien fehlt, die man in Deutschland so selbstverständlich benutzt…)

Seit dieser Woche habe ich nun zweimal einen Georgisch-Sprachkurs, welcher (praktischerweise) bei uns in der Wohnung stattfindet. Mittwochs und freitags heißt es von nun an 90 Minuten Power-Georgisch-Learning. Das ist natürlich ganz schön anstrengend, vor allem wenn man ein Drittel der Buchstaben nicht aussprechen kann… aber dementsprechend amüsant läuft der Kurs dann auch ab 😉 Jetzt hoffe ich auf schnelle und große Fortschritte. Auf diese werde ich zwar bei meiner Sprachunbegabtheit lange warten müssen, aber dafür kann ich hübsch schreiben (wurde mir mehrmals gesagt). Mit irgendwas muss man sich ja Hoffnung machen 😉

Joah, am Wochenende waren dann noch die Freiwilligen aus Gremi zu Besuch, da freitags und samstags Nacht je noch ein weiterer Freiwilliger in Georgien angekommen ist. Einer davon wird in Tbilissi sein, der andere auch in Gremi. Unsere deutsche Blase wird damit immer voluminöser… Die momentane Größe ist dann aber auch ausreichend. Jetzt sind englischsprachige Personen erwünscht 😉

Zwar habe ich dann am Wochenende den eigentlich angedachten Ausflug nach Kutaissi nicht mehr geschafft, dafür konnte ich Sonnenschein mit 20°C (!!!) u.a. im Wake-Park genießen. Abgesehen von der abendlichen Feierei, waren Spazieren und Essen gehen mehr als wohltuend und genau richtig, um die Woche abzuschließen und die neue mit viel Energie zu beginnen. Der Ausflug läuft ja nicht davon und kann auch noch das kommende Wochenende gemacht werden –mal schauen, wie es kommt. Planbar ist hier im schönen Georgien kaum etwas, aber genau darum gefällt es mir hier so gut!

Kleine Anmerkung am Rande: Diese Woche gab es zwei Highlights, die ich an dieser Stelle noch erwähnen muss. Erstens das super tolle Wetter mit unendlich viel blauem Himmel und sommerlichen Temperaturen und zweitens die Beliebtheit meines Blogges. So habe ich am 06. Oktober 2010 mit meinem Blog angefangen und innerhalb von vier Wochen, also bis zum 06. November 2010, schon mehr als 600 (!!!) Klicks erhalten. Vielen, vielen Dank an meine treuen Leserlein! Das spornt mich natürlich an, weiter fleißig zu tippseln und euch voll zu quatschen 😉

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: