Teil I: A – M

[ Da es die nächsten zwei Wochen in die Türkei geht, wird der nächste Blog-Bericht ein Weilchen auf sich warten lassen. Bis dahin gibt es nachstehend etwas längeren Lesestoff. Zwar wollte ich mit der Veröffentlichung meines kleinen ABCs noch etwas warten, aber dafür gibt es auch vorerst nur einen Auszug aus den Teilen A bis M. Viel Spaß beim Lesen und Schmunzeln 😉 Der zweite Teil wird vermutlich nicht vor Weihnachten erscheinen… ]

Das kleine ABC der interkulturellen Besonderheiten (und natürlich auch unerwartete Gemeinsamkeiten) von Geormany und Gergien

– Kleiner Exkurs zur political correctness, auf welche viele, viele Personen hohen Wert legen: Bevor ihr euch die nachstehenden, mir aufgefallen interkulturellen Differenzen oder Gemeinsamkeiten zwischen Deutschland und Georgien zu Gemüte trägt, möchte ich auf die eingeschränkte Aussagekraft meiner Ausführungen aufmerksam machen. Dies sind persönliche Erfahrungen und Eindrücke, die ich in meiner Zeit in diesem Land mache bzw. gemacht habe. So basieren viele der Informationen nicht auf fundierte Recherchen, sondern auf Gespräche mit hier lebenden Personen. Ich möchte keineswegs allgemeingültige Aussagen treffen und beabsichtige nicht mit meinen Berichten alle Georgier und/oder Deutsche in eine Schublade zu packen. Bekanntlich bestätigen die Ausnahmen die Regeln! Also bitte das nachstehende mit Humor und einem Augenzwinkern begutachten, aber keineswegs mit bitterer, ernster Miene (àansonsten würde ich an dieser Stelle empfehlen eine andere, intellektuell höherwertigere, völlig humorfreie Internetzone zu besuchen). –

 

A wie Autos und Autofahren.

Autos und Autofahren: Das ist in Georgien etwas ganz besonderes. Wohl demjenigen, der sich diesen mutigen Schritt wagt zu gehen! Autofahren ist hier nun wirklich kein Zuckerschlecken. Im Grunde genommen kann man das georgische Autofahren mit Autoscooter-extreme gleichsetzen. Jegliche uns bekannte Verkehrsregeln treten hier außer Kraft. Angeblich besteht zwar eine Anschnallpflicht (zumindest ab 80 km/h), aber kontrollieren tut das keiner. Geschwindigkeitsbegrenzungen habe ich hier nur einmal gesehen und daran gehalten wurde sich trotz des seltenen Anblickes eines solchen Schildes nicht. Stattdessen wird ordentlich das Gaspedal durchgetreten und munter drauf losgefahren. So ist es hier sehr typisch auf einer geradspurigen Straße das Lenkrad nicht so zu halten, das man gerade fährt, nein, man muss immer auf geraden Strecken Kurven fahren. Hin und Her und Hin und Her. Worin der Sinn in dieser Fahrweise liegt, konnte ich bisher noch nicht herausfinden. Weiter ist es kaum verwunderlich, dass guten Gemütes auf einspurigen Straßen zu dritt nebeneinander hergefahren wird, zur Not wird der Nachbar noch mehr auf die Gegenfahrbahn gedrängt. Damit kommt man hier schon klar. Scheinbar, nein, ziemlich offensichtlich bezieht ein Auto in Georgien einen nicht so hohen Stellenwert wie in Deutschland: Hier wird nicht jeden Sonntag das Auto geputzt, eine durchbrochene Fensterscheibe oder ein fehlender Außenspiegel schnellstmöglich (nicht) ersetzt. Das muss noch halten. Für erstgenannten reicht etwas Panzertape. Zweitgenanntes braucht kein Mensch. Beim Einparken scheint es schon völlig legitim zu sein dem Vorder- und/oder Hintermann kurz die Karosserie zurechtzurücken solange man danach steht. Dementsprechend sehen die Autos auch aus.

Ein besonders amüsantes Erlebnis widerfuhr mir beim Hinunterfahren eines Berges. Am Seitenrand einer Kurve stand ein Auto mit zwei Menschen um dieses herum, welche Hilfe bei den vorbeifahrenden Autos suchten. So hielten wir an und sahen, dass das Auto geradewegs in einen grooooßen Stein, welcher zwei Meter von der Straße entfernt stand, gefahren sind. Mir ist bis heute schleierhaft, wie es physisch möglich ist innerhalb dieser Kurve gerade an einen Stein zu fahren, welche meterweit von der Straße entfernt ist. Kein Wunder, dass es auch von Nöten war, dem Fahrer zu erklären, dass er mit dem Auto erst wieder auf die Straße kommt, wenn er rückwärts von dem Stein wegfährt. Zwar hat die Hälfte des Vorderteils gefehlt, weitergefahren ist der Mann trotzdem. In diesem Fall will ich wirklich nicht wissen, was der Fahrer intus hatte, aber zum Glück ging der Unfall noch glimpflich und für mich amüsant aus.

Ach ja, einen TÜV gibt es hier auch nicht mehr. Dieser wurde von Herrn Saakaschwili abgeschafft. Der Grund hierfür lag in der stark ausgeprägten Korruption. Wenn sowieso jeder dafür zahlen konnte das TÜV-Siegel zu erhalten -auch wenn das Auto gleich auseinander bricht-, so kann ganz auf eine „Prüfung“ verzichtet werden (so das Argument). Wo er Recht hat, hat er Recht (ausnahmsweise…). Trotz der wenigen Regulierungen scheint das Autofahren zu funktionieren und ist immer wieder aufs Neue eine aufregende, interessante Erfahrung (solange man am Ende heil ankommt).

 

B wie Baustellen.

Baustellen und Bauarbeiten: Ein äußerst interessantes und nennenswertes Phänomen. Mindestbauzeit einer jeglichen Baustelle: 3 Jahre! Man begegnet ihnen einfach überall. Sei es auf der Straße oder mitten auf dem Gehweg. Das besondere an ihnen ist, dass sie einfach da sind –ohne jegliche Kennzeichnung. Anders als in Deutschland werden hier keine Warnschilder oder Absperrungen um die Baustelle herum montiert. So kann es durchaus vorkommen, dass während des gemütlichen Spaziergangs auf einem Gehweg plötzlich ein Mensch in drei Meter Tiefe verschwindet. Das lag dann wieder an einem Loch auf dem Gehweg, welches nicht gekennzeichnet wurde. Es rät sich also stets mit offenen Augen umherzuschlendern… Zumal von den meist 3 Meter tiefen Löchern der Schutt fünf Meter weiter mitten auf dem Weg liegt. So besteht also weiterhin die Gefahr über große Schutthaufen zu fallen (es sei denn man hat seine Kletterausrüstung parat und wagt es sich, den riesigen Haufen zu bezwängen…). Ein letztes prägnantes Merkmal georgischer Baustellen ist ihre Mindesthaltbarkeit: Diese bezieht sich auf 3 Jahre. Nur selten wird ein Haus, eine Straße oder eine Gasleitung früher fertiggestellt. Deshalb wundert es auch nicht, dass einfach in jeder kleinsten Ecke eine Baustelle anzutreffen ist. Dann lässt sich nur noch raten, wann mit dieser begonnen wurde oder ob man diese in einem Jahr noch immer sehen wird. Man kann also durchaus mit dieser skurrilen Baustellenwelt seinen Spaß haben!

Ein weiteres, leider nicht ganz so amüsantes Erlebnis kann ich von Bauarbeiten berichten. In Georgien finden Bauarbeiten tagtäglich statt -es wird nicht zwischen Wochenende und Werktagen unterschieden, zwischen Ruhe- und Arbeitszeit sowieso nicht. So kann es durchaus vorkommen (wie es mir passiert ist), dass man samstags morgens von einem so lauten Bohrgeräusch geweckt wird, dass man glaubt, es steht jemand im Zimmer und bohrt ein Loch durch deine Wand. Beschweren kann man sich darüber nicht. Was bleibt, ist lediglich die Hoffnung, dass sie samstags fertig werden und man sonntags nicht mehr von Bauarbeiten im Treppenhaus vor der Wohnung geweckt wird…

 

C wie Chaos.

Chaos: Eigentlich bedarf es diesen Wortes keiner weiteren Erklärung. Lediglich synonyme Ergänzungen wie Ungeordnetheit, Unstrukturiertheit, Wirrwarr. Dadurch kennzeichnet sich Georgien aus. Anders als in Deutschland wird hier nicht jeder Stein akkurat neben- und aufeinander angeordnet. Im Gegenteil: Hier werden die Dinge gemacht, wie sie gerade passen und dabei wird garantiert nicht auf ästhetische Aspekte geachtet. So kommt es, dass ein schiefes Haus neben dem anderen steht oder aus einer einspurigen Straße aufgrund der nicht vorhandenen Fahrbahnkennzeichnung eine dreispurige Autobahn wird. Das Chaos äußert sich jedoch nicht nur in der Architektur des Landes, sondern insbesondere in der Arbeitsweise der Georgier: Es kann seit einem Jahr eine Tagung von 50 Leuten festgelegt sein. Dennoch wird sich erst ein Tag vorher um die Planung von Essen, Getränke oder Räumlichkeiten gekümmert. Ganz nach dem Motto: Komm ich heut nicht, komm ich morgen. Zeitdruck oder Stress macht sich hier niemand. Und wenn mal etwas nicht so zu schaffen ist, wie es eigentlich hätte gemacht werden sollen (vgl. Organisation der Tagung), dann ist das auch nicht schlimm. Die Georgier sind ja daran gewöhnt. Und die verdutzten Gesichter der internationalen Gäste vergehen nach einigen Besuchstagen (zwangs Gewöhnung) auch. Dass hier keine To-do-Listen erstellt werden und nicht jeder kleinste Punkte haargenau durchgeplant und -organisiert wird, macht mir das Land sehr, sehr sympathisch! Von dieser lockeren (Arbeits-)Weise möchte ich mir gerne die eine oder andere Scheibe abschneiden und als ewiges Andenken mit nach Deutschland nehmen. Mein Tipp an die in die Deutschland arbeitende Bevölkerung: Schaut euch für eure bürokratische Arbeitsweise von den Georgiern die Gelassenheit und Stressfreiheit ab und chillt mehr! Die Wirtschaft wird davon schon nicht zusammenbrechen…

 

D wie Deutschkenntnisse.

Deutschkenntnisse: Wirklich überrascht hat mich die Sprachfähigkeit der georgischen Schüler an der Schule, an welcher ich arbeite. Zwar gibt es an dieser Schule die Möglichkeit, das Deutsche Sprachdiplom zu erwerben, dennoch hätte ich nie gedacht, dass die Sprachkenntnisse so hoch seien. Die Schüler haben ein unglaubliches Interesse daran, Sprachen zu sprechen und zu erlernen. Sie sind höchst motiviert und interessiert. Als besonders angenehm anzusehen ist die Klassengröße: In einer Klasse befinden sich bis zu 30 Schüler, welche jedoch für den Sprachunterricht in mindestens zwei Klassen aufgesplittet werden. Dadurch befinden sich maximal 15 Schüler in einer Deutschstunde, wodurch jeder Schüler gleichermaßen gefördert werden kann. Beim Großteil der Schüler merkt man, dass diese unbedingt das Sprachdiplom erlangen wollen, um in Deutschland zu studieren –wozu sie definitiv in der Lage sind. Das hohe Sprachniveau kann ich mir nur damit erklären, dass sie bereits in der zweiten Klasse anfangen, eine Fremdsprache spielerisch zu erlernen und ab der 6. Klasse wöchentlich sechs Unterrichtsstunden in der Fremdsprache erhalten. Einziges Makel: Die Schüler lernen nicht, deutsche Texte in Georgisch zu übersetzen und umgekehrt. Aber scheinbar geht es auch so… So ist es auch kaum verwunderlich, dass die Schüler einer Sprachdiplomschule bessere Deutschkenntnisse aufweisen als ein georgischer Germanistikstudent im 2. Semester…

Die deutsche Sprache ist in Georgien eine relativ weit verbreitete und tief verankerte Sprache (dies hat vor allem historische und politische Gründe). Jedoch trauen sich viele Georgier, die man im Restaurant kennenlernt oder auf der Straße trifft, nicht, deutsch zu sprechen, was natürlich sehr schade ist. So hatte ich gedacht, dass es bei so vielen Sprachdiplomschulen in Tbilissi sehr wahrscheinlich ist, sich unterwegs mit Deutsch durchzuschlagen. Dies war bisher gar nicht der Fall! Bis heute habe ich noch keine Person auf der Straße getroffen, die mit mir Deutsch reden konnte. Lediglich mit Russisch kann man sich hier sehr gut durchschlagen. Dieser Sprache bin ich jedoch nicht mächtig, wodurch ich gezwungen bin bei der georgischen Sprache zu bleiben…

 

E wie Essen.

Essen: Hierzu möchte ich an dieser Stelle nicht allzu viel verraten. Schließlich widme ich den kulinarischen Besonderheiten dieses Landes eine eigene Kategorie. Das sagt dann auch schon alles aus: Wahrscheinlich die größte, schönste und leckerste Besonderheit des Landes liegt in den Verköstigungen. Sei es das Essen oder das Trinken, ganz gleich –es schmeckt und es gibt jede Menge davon geschmacklich, aber auch in Bezug auf die Tischsitten zu entdecken. So ist es hier nicht üblich, dass jeder eine eigene Portion eines Gerichtes erhält. Stattdessen werden viele verschiedene Gerichte serviert und in die Mitte gestellt. Das Essen wird geteilt und jeder kann sich von dem nehmen, worauf er/sie/es Lust hat und natürlich kann man sich so viel nehmen, wie er/sie/es möchte. Gleichzeitig schafft die Art des Essens ein Gefühl des Teilens und der Gemeinsamkeit. So ist man doch daran interessiert, dass auch jeder das bekommt, was er möchte und auch satt davon wird. Was mir hier sehr gefällt, ist das dazu reichen von Brot. Ganz so wie ich es mag: Zu jeder Mahlzeit wird leckeres, im Ofen gebackenes Brot serviert. Da kann man es sich einfach nur gut gehen lassen!

 

F wie Frauenbild.

Frauenbild (/-rolle): Dazu lassen sich zwei äußerst konträre Seiten aufzeigen: Auf der einen Seite werden Frauen vergöttert und verehrt, auf der anderen Seite sind sie nur halb so viel wert wie ein Mann. Die Gründe dafür sind mir bisher noch unersichtlich. Vielleicht liegt es an dem (in der Religion) verankerten, traditionsbehafteten (Glaubens-)Bild einer Frau, vielleicht aber auch nicht. Es äußert sich mir jedenfalls in zweierlei Hinsicht. So kann es durchaus passieren, dass die Männer einen den Vortritt überlassen, dass sie einem den Einkauf zahlen oder dass sie einem Geschenke machen (wohlgemerkt: Männer, die man nicht kennt). Gleichzeitig kann es auch vorkommen, dass sie einem das Gepäck nicht abnehmen (z.B. beim Taxifahren) oder dass sie mit einem nicht reden (z.B. im Guest House). Vielleicht empfinden sie dies als anmaßend, da in beiden Fällen deutsche Männer dabei waren und sie eventuell den Eindruck hatten, dass die Frau bereits vergeben ist und sie deshalb nicht mit mir sprechen sowie helfen dürfen. Es kann aber auch einfach daran liegen, dass die Frau einen nicht ganz so großen Stellenwert einnimmt. Vielleicht liegt der Grund auch darin, dass ein Männermangel herrscht und damit die Frauen im Überschuss vorhanden sind. Auf diese Weise kann die Wertschätzung des weiblichen Geschlechts durchaus verloren gehen… Man(n) weiß es nicht. Dennoch ist es ein interessantes Erlebnis beide Seiten kennenzulernen und zu erleben, zumal man diese Seiten in Deutschland (dank der Emanzipation und geschlechtlichen Gleichberechtigung) nur noch an kleinen Schnittstellen des Lebens vorfindet.

 

G wie Gastfreundlichkeit und Glaube.

Gastfreundlichkeit: Lässt sich wirklich kaum in Worte fassen, gar niederschreiben. Das muss man erlebt und gefühlt haben. Der Gast ist den Georgiern heilig und wird als ein Geschenk Gottes aufgefasst und dementsprechend behandelt. So darf der Gast keinen Finger rühren und keinen Tetri zahlen. Die letzten Reserven werden für einen Gast zur Verfügung gestellt, damit sich dieser auch ja wohl fühlt. Möchte man sich mit Georgiern treffen, um etwas gemeinsam zu unternehmen, so sehen sie einen dennoch als Gast an. Dann kann es passieren, dass sie ein Geschenk mitbringen oder dass sie dich zum Essen einladen. Möchte man sich mit ihnen gemütlich in einen Park oder an einen See setzen, um ein Bier zu trinken (wie in Deutschland sehr üblich), dann kaufen sie die Getränke (sie bestehen darauf!) und kaufen noch etwas dazu, was sie dir im Anschluss mitgeben (also wieder schenken) können. Lebt man in einer Gastfamilie kann sich die Gastfreundlichkeit bis ins Extreme steigern: Der Gast bekommt ein eigenes Zimmer, wodurch drei Kinder von nun an in einem Bett in einem Zimmer schlafen müssen und die Eltern im Wohnzimmer nächtigen. Für den Gast werden am Fastentag dennoch Tierprodukte serviert und für den Gast wird weicheres Toilettenpapier gekauft (obwohl für so etwas kein Geld da ist…). Genusshaft in einer Gastfamilie zu leben ohne ein schlechtes Gewissen zu bekommen, ist nach diesen Schilderungen nur schwer bis (meiner Meinung nach) gar nicht möglich. Man möchte gerne das zurückgeben, was die Georgier einen selbst geben -zumal man sich wirklich gerne revanchieren möchte, da man eine solche Freundlichkeit aus Deutschland alles andere als gewohnt ist-, aber das lassen sie nur ungerne und schwer zu. So liegt es an einem selbst, sich auf eine andere Weise als dankbar zu erweisen und zu versuchen, ihnen mit der gleichen Herzlichkeit zu begegnen wie sie es tun –das ist das mindeste, wie man einer solch schönen und seltenen Menschlichkeit entgegenkommen kann.

Glaube: Bereits nach vier Wochen hat mich der ausgeprägte Glauben dieses Landes bekehrt. Zwar nicht in dem Sinne, dass ich nun gläubig bin -das wird in diesem Leben wohl nicht mehr passieren-, aber mir ist bewusst geworden, wie wichtig der Glauben für Menschen sein kann und wie viel Halt sie dadurch gewinnen können. Der Glaube an etwas Übermenschliches stellt für mich nicht mehr länger einen Irrglauben dar -ganz im Gegenteil. An etwas bzw. an eine Religion zu glauben, stellt eine sinnvolle und notwendige Institution für die Gesellschaft dar. Den Menschen wird Orientierung und Rückhalt gegeben. Wenn sie nicht mehr weiter wissen oder es ihnen schlecht geht, dann gibt ihnen ihr Glaube Stärke und Kraft. Den Georgiern kann es noch so schlecht gehen, sie glauben weiterhin an das Gute. Ihr Wertesystem ist gekennzeichnet von ihrer Religion, welche ihr menschliches Wesen prägt: Sie sind gutherzig, hilfsbereit und sozial orientiert –alles Werte, die in Deutschland mit dem zunehmendem Egoismus und Egozentrismus im Zuge des wachsenden ökonomischen Wettbewerbs immer mehr verloren gehen und teilweise ganz verschwinden. Wer weiß, vielleicht liegt dies auch an dem schwindenden Glauben der westlichen Gesellschaft. Zwar wird auf dem Pass eine Religionszugehörigkeit vermerkt, aber kaum jemand geht regelmäßig in die Kirche oder bezeichnet sich selbst als Gläubigen (wobei der Kirchgang auch nicht als wahre Lösung anzusehen ist –diese Institution ist nicht gerade die hilfreichste für den Lebensweg). So sind es doch gerade die kleinen Rituale (die in Deutschland kaum mehr vorhanden sind), die eine Gemeinsamkeit schaffen und die die Gesellschaftsmitglieder miteinander verbinden. Wenn ein Georgier eine Kirche sieht oder an einer vorbeigeht, dann bekreuzigt er sich. Viele tragen einen Rosenkranz um den Hals (nein, nicht wie in Deutschland als Modeschmuck) und wenn genügend Zeit da ist, dann wird in die Kirche gegangen, eine Kerze angezündet und ein Gebet gesprochen. Der gemeinsame Glaube verbindet die Menschen und schafft gesellschaftlichen Zusammenhalt und macht den Menschen zufrieden mit dem, was er hat. Manchmal kann es doch so einfach gehen…

 

H wie Hochzeit.

Hochzeit: Man hat das Gefühl, dass in Georgien so viel geheiratet wird, dass es eigentlich gar keine unverheiratete Personen mehr geben kann. Tag ein, Tag aus finden in jeglichen Kirchen mehrere Hochzeiten statt –sozusagen im Stundentakt. Insbesondere wenn die Sonne scheint, wird das Hupkonzert (in Folge der vielen Hochzeiten) in der Stadt noch lauter als es sowieso schon ist. In Georgien nimmt die Trauung zweier Menschen eine sehr bedeutsame Rolle ein: Ein Kind soll nicht vor der Ehe zur Welt gebracht und noch weniger von nicht miteinander verheirateten Eltern aufgezogen werden. Da die Hochzeiten für die Georgier von so großer Bedeutung sind, werden sie auch ganz anders zelebriert als in Deutschland. Das ganze Vermögen der Familie wird zusammengetragen, um diesen einen Tag unvergesslich werden zu lassen. Mindestens 200 Personen werden zur Feierlichkeit eingeladen –alles, was darunter liegt, ist sehr, sehr untypisch und nur ungerne gesehen. Deshalb feiern die meisten Georgier nur eine riesige Hochzeit, können sich danach aber keine Flitterwochen mehr leisten. Dann heißt es: Entweder oder. Meistens wird auf letzteres verzichtet und dafür eine riesige Traumhochzeit gefeiert, die so schnell keiner mehr vergisst. Dann wird an einem Tag ein ziemlich volles Programm abgearbeitet, welches durchschnittlich folgendermaßen abläuft: Morgendlicher (Sekt-)Empfang im Haus des Bräutigams, Weiterfahrt zur standesamtlichen Trauung, noch einmal zurück zum Haus, danach wird in die Kirche gefahren zur sakralen Eheschließung -was in der Regel eine halbe Stunde umfasst- und hiernach wird finalement in die Gaststätte gefahren, in welcher bis spät in die Nacht gefeiert, getanzt, gespeist und getrunken wird. Die kirchliche Trauung als solche beinhaltet andere Riten als es die christliche Kirche vorsieht. Während der ganzen Zeremonie wird gestanden, das Ehepaar bekommt zwischenzeitlich eine Krone von den Trauzeugen über den Kopf gehalten, mit welcher sie zusammen mit dem Pastor herumlaufen müssen, sobald dieser ein Band um die Handgelenke der Braut und des Bräutigams gelegt hat, um diese miteinander zu verbinden. Der Ehering wird von den Trauzeugen am Finger angebracht, das Ehepaar und die Trauzeugen halten zeitweise während der Zeremonie Gebetskerzen in den Händen. Gegen Ende der Eheschließung wird aus einem Krug (vermutlich) Wein getrunken –immer im Wechsel bis der Kelch leer ist. Manchmal kann es auch vorkommen, dass das Ehepaar heilige Bilder an der Wand küsst/ küssen soll. Dies scheint jedoch zu variieren. Nach der halbstündigen kirchlichen Handlung kann dann auch endlich gefeiert werden…

 

I wie Improvisation.

Improvisation: Darin sind die Georgier besonders gut. Auf akkurate, monatelange Vorausplanung und Durchorganisiertheit wird hier gerne verzichtet. Stattdessen überwiegt Spontaneität und Improvisation. So kann es durchaus vorkommen, dass man eine Minute vor Unterrichtsbeginn erfährt, dass man eine Lehrerin vertreten muss. Zwar läuft dann die Stunde um einiges chaotischer ab als es eigentlich der Fall gewesen wäre, aber es funktioniert. Ein faszinierendes Phänomen, was in Deutschland leider vom Aussterben bedroht ist. Dabei ist es doch herrlich, wie wenig Planung eigentlich von Nöten ist und all das, was man sonst so fleißig am planen ist, dennoch funktioniert. Gleichzeitig ist es doch geradezu schade zu erkennen, wie viel Zeit man mit überflüssigem Durchorganisieren eigentlich verschwendet…

 

J wie Jahreszeiten.

Jahreszeiten: Diese verlaufen hier ein bisschen anders als in Deutschland. Pauschalisieren lässt sich das Wetter dennoch nicht, da sich Georgien durch ganz unterschiedliche klimatische Bedingungen kennzeichnet. Im Norden wird das Land durch den großen Kaukasus ein-, im Süden durch den kleinen Kaukasus abgegrenzt. Das Schwarze Meer befindet sich im Westen, östlich liegt das Kaspische Meer. Dementsprechend variiert das Klima je nach Himmelsrichtung. Da Georgien auf dem gleichen Breitengrad wie Rom liegt, wird es im Vergleich zu Deutschland nicht so kalt. Der Winter ist kurz und mild, das Frühjahr geht schnell in den Sommer über, welcher dann über viele Monate hinweg anhält. So kann man sich auf sehr heiße Temperaturen bereits ab April freuen, welche dann bis Ende September anhalten und erst im goldenen Oktober anfangen auszuklingen. Im Winter findet sich Schnee in der Regel nur in den Bergen wieder, wo diverse Schneesportarten bis Ende April möglich sind.

 

K wie Kirchen.

Kirche: Können hier als Hauptattraktion eines jeden georgischen Dorfes und einer jeden Stadt angesehen werden. Es gibt sie überall in mehrfacher Ausführung. Übersehen kann man die Gottesbauten nur schwer. Das sollte man aber auch nicht wollen, denn ein Blick in das Gotteshaus lohnt sich. Insbesondere dann, wenn die Wände von Fresken aus dem 12. Jahrhundert geziert werden. Welch hohen Stellenwert Kirchen in Georgien beziehen, erkennt man am besten an der 2007 errichteten Kirche Zminda-Sameba in Tbilissi. Die gigantische Größe des Gotteshauses trotzt dem 2009 errichteten Präsidentenpalast, der im Vergleich zur Kirche äußerst mickrig und schon fast niedlich erscheint –ein deutliches Symbol, welchen Rang die Religion und welchen die Politik des Landes bezieht. (Gleichzeitig stellt die Zminda-Sameba wohl den einzigen Ort ganz Georgiens dar, an welchem Rauchverbot herrscht. Das muss schon was heißen!) Möchte man ein Gotteshaus besichtigen, so gelten strikte Vorschriften. In eine Kirche dürfen Frauen beispielsweise nur, wenn sie angemessen gekleidet sind. Hierzu zählen ein Kopftuch und ein Rock. Verbotsschilder kennzeichnen klar und deutlich, dass man eine Kirche nicht betreten darf, wenn man kurze Kleidung trägt oder kein Kopftuch anhat. Touristis sind von dieser Vorschrift nicht ausgeschlossen. So lohnt es sich immer einen Schal dabei zu haben, um zumindest die spontane Kopfbedeckung gewährleisten zu können.

 

L wie Logik und Lernen.

Logik L/lernen: Man könnte meinen, dass eine der zentralen Funktionen einer schulischen Lehre darin besteht, den Kindern logisches Denken zu vermitteln. So besteht doch das halbe Leben aus deterministischen Zusammenhängen, die den Menschen in seinem Dasein und mittels seines Denkvermögens erst weiterbringen. Dem ist jedoch nicht immer so. An georgischen Schulen besteht die zentrale Lehrfunktion in einem anderen Ziel: So viel Wissen wie möglich vermitteln. Die Kinder und Jugendlichen sollen möglichst viele Fakten lernen und diese auf Knopfdruck wiedergeben können. Dementsprechend wird nicht auf Verständnis gelernt, sondern auf Auswendiglernen –dies gilt nicht nur für die Sprache, sondern auch für alle anderen Fächer. Die georgischen Schüler sind in der Lage, perfekte Sätze in einer anderen Sprache zu sprechen, sie können sie aber selbst nur schwer bilden. Aufgrund dieser Art des Lernens sind sie leider nicht immer in der Lage, gewisse Zusammenhänge kritisch zu hinterfragen. Provokant könnte man behaupten, dass damit genau das Ziel der georgischen Bildungspolitik erreicht wird… Schade ist nur, dass damit sehr viel Potential verloren geht. Denn die georgischen Schüler sind sehr lernbegabt und wissbegierig. So besuchen sie neben dem regulären Schulunterricht meist noch eine Musikschule und nehmen weiterhin Privatstunden in anderen Fächern oder in Form von Nachhilfe. Würden sie dann noch gesonderte Unterrichtstunden im Fach „Logik“ erhalten, so würde sich in Georgien (vermutlich) ganz schnell eine florierende, international bedeutende Ökonomie entwickeln.

 

M Markt, Marschrutka sowie Müll.

Markt: In den meisten georgischen Städten gibt es in der Regel einen Basari. Ein solcher lässt sich durchaus als Sehenswürdigkeit und lohnenswerte Touristenattraktion bezeichnen. Der Markt ist ein Erlebnis, gar ein kleines Abenteuer, welches man unbedingt er-, besser gesagt durchlebt haben sollte. Das Musterbeispiel für einen Basari-Dschungel stellt der Markt am Dinamo-Stadion, Tbilissi, dar. Wer sich in das waghalsige Abenteuer stürzt, sollte sich einen ganzen Tag dafür einplanen und am besten für den Abend zwei Flaschen Wein bereithalten, um das Erlebte möglichst schnell wieder vergessen zu können. Warum man den Basari besser nicht vollständig in Erinnerung behalten soll, liegt an den vielen Eindrücken, die einen regelrecht erschlagen. Das Meer an sich kumulierenden Impressionen lässt kaum mehr Raum für eine geerdete Wahrnehmung. An allen Seiten häufen sich Stände, tausende Kleinwaren und eine unendliche Masse an (kaufwahnsinnigen) Menschen. Es gibt alles, was man sich vorstellen kann, in hundertfacher, gar tausendfacher Ausführung –teilweise direkt nebeneinander. Die Waren, die sich auf einem Markt mit einer Fläche mehrerer Fussballfelder oder gar eines kleinen Stadtteils verteilen, sind nahezu identisch. Man kann sie teuer aber auch günstig erwerben. Erstgenanntes ist der Fall, wenn man in einer Markthalle, welche einem einstöckigen Kaufhaus ähnelt, einkauft. Zweitgenanntes ist der Fall, wenn man die Ware an einem Stand unter freiem Himmel bzw. unter einer Plastiktütenabdeckung erwirbt. Besonders kraftkostend in diesem Einkaufsgewusel sind die kleinen Hallen. Durchläuft man diese erfährt die Nase ganz neue Geruchswelten –leider lässt sich dies nicht immer als Zugewinn auffassen. So kann aus einem frisch geschlachteten bzw. schon länger da liegenden Stück Fleisch-Geruch gemischt mit dem Duft von gemahlenem Kaffee schnell das Essen des Vortages wieder hochkommen… Jedenfalls sollte man die kleinen Hallen, in welchen Lebensmittel angeboten werden, definitiv dann vermeiden, wenn der Magen schwach ist.

 

Marschrutka: Ohne die Kleinbus-Sammeltaxis würde die georgische Infrastruktur vermutlich zusammenbrechen. Sie fahren überall und nirgendwo zu jeder denkbaren Uhrzeit an jeglichen Ort Georgiens. Wer mit der Marschrutka unterwegs ist, braucht einiges an Mut –zumindest für weite Strecken und Nachtfahrten. So ist es mehr als gefährlich mit einer Marschrutka über Nacht beispielsweise von Tbilissi nach Batumi zu fahren. Die fünfstündige Fahrt kann dann durchaus den einen oder anderen Unfall beinhalten. Dabei kann es vorkommen, dass ein Tier mal eben so überfahren, schnell auf die Seite geräumt und weitergefahren wird. Einfach so, als sei das das selbstverständlichste nächtliche Geschehen dieser Welt. Neben solch kleinen Eskapaden erweisen sich die Marschrutka-Fahrten immer als äußerst amüsant. In einen kleinen Bus quetschen sich unendlich viele Menschen nebeneinander und werden ordentlich durchgeschüttelt. Von gewissen Plätzen lässt sich durchaus abraten: Entweder man hat so viel Platz, dass man beim Fahren mehrmals vom Hocker fällt oder man hat gar keinen Platz und wird mehrere Stunden eingeengt. Was immer garantiert ist, sind Kopfschmerzen. Dies ist gerade dann der Fall, wenn man einen Fensterplatz bezieht oder besonders groß ist. Dann stößt man sich leider nicht nur einmal den Kopf an. Nicht gerade angenehm… Schlafen ist deshalb während einer Marschrutka-Fahrt kaum bis gar nicht möglich –man wird durchgeschüttelt, eingeengt, stößt sich den Kopf und bei Unfällen sollte man lieber auch geistig anwesend sein. Noch hinzu kommt der meist äußerst suspekte Musikgeschmack der Fahrer. Insbesondere in der Nacht kann es vorkommen, dass Musik von „System of a Down“ bis „Griechischer Wein“ sich abwechselt und das Gemüt der Mitfahrer bei Sinnen hält. Ganz gleich, ob viele ältere Damen und Herren in der Marschrutka sitzen. Es wird geraucht, das Fenster bei Wind und Wetter offen gelassen und Musik so laut aufgedreht, wie es die Boxen ermöglichen.

Interessanterweise sind neben diesen Aspekten Marschrutkas ein wirklich zuverlässiges georgisches Transportmittel. So fahren diese immer pünktlich ab und zu fast jede gewünschte Uhrzeit. Die einzige Schwächelei liegt dann nur in der Dauer der Fahrt. Im Grunde kann man sich immer eine halbe Stunde dazurechnen, Tendenz nach oben. Dies liegt daran, dass die Marschrutka erst getankt wird, wenn sie voll mit Menschen ist. Dann wird meist noch an einer „Raststätte“ gehalten, damit sich der Fahrer Zigaretten und Getränke holen kann. Wenn man Pech hat, wird dann noch einer dritten Stelle gehalten, um Öl nachzufüllen. Das kann durchaus vorkommen und sollte fest in den Zeitplan miteinkalkuliert werden. All diese Stopps kann man natürlich nicht vermeiden, indem man sich vor Abfahrt darum kümmert… Doch ist es nicht genau diese Ruhe und Gelassenheit, die die Georgier so sympathisch macht?

 

Müll: An das Müllverhalten und den Umgang mit Müll in Georgien muss man sich wirklich erst einmal gewöhnen und das kann sehr viel Zeit in Anspruch nehmen. Mülltrennung und Recycling sind hier alles fremde Begriffe. Dafür sind Umweltvermüllung und Abfallproduktion im Übermaß omnipräsent. Es wird einfach immer alles, was man hat, auf den Boden geschmissen –egal wo. Mitten im Wald sammeln sich kleine Müllhaufen, die vermuten lassen, dass sich jemand die Mühe gemacht hat, Abfall absichtlich dort hinzubringen und zu deponieren. Auch neben Kirchen, die eigentlich von so großer Bedeutung sind, befinden sich mal kleinere, mal größere Müllbergis. Angeblich soll ab Ende des Jahres eine Geldstrafe eingeführt werden, welche 200 Lari Bußgeld abverlangt, wenn jemand seinen Müll nicht in ein dafür gedachtes Behältnis wirft. Wer das jedoch kontrollieren soll, ist noch fraglich… Selbst wenn es entsprechende Kontrolleure für die Umweltverdreckung geben würde, dann würden diese ihrer Arbeit nicht hinterher kommen können. So muss sich zuerst das Bewusstsein für Müll und dem Umgang damit verändern –und das wird mehr als nur Zeit erfordern. Beispielsweise sollte in einer Schulstunde das Thema Müll behandelt werden. Die Frage hierzu war die folgende: Sollte man aufgrund der vielen Verpackungen und der daraus resultierenden immensen Müllananhäufung nicht mehr Fastfood-Restaurants besuchen? Das Ergebnis dieser Stunde waren einige Pro- und Contra-Punkte. Auf der einen Seite: Doch, das Essen ist lecker und es kommt gute Musik. Auf der anderen Seite: Nein, es sind zu viele kleine Kinder dort und das Essen schmeckt nicht immer. Weder auf der einen noch auf der anderen Seite gab es einen einzigen Punkt zum Thema Abfall. Die Schüler hatten die Problematik nicht erkannt und damit auch nicht verstanden. Leider kein Einzelfall. Ähnliche Erfahrungen konnten auch in anderen Klassen gemacht werden. Auch nach intensiven Erklärungsversuchen konnten die georgischen Schüler mit Begriffen wie Mülltrennung oder Recycling nichts anfangen. Völlig fremde Begriffe und scheinbar völlig konträre Umgangsweisen, mit denen die Georgier leider noch nicht in Berührung gekommen und dadurch noch nicht damit vertraut sind. Stattdessen wird fleißig weiter alles eingepackt, was man einpacken kann. Auch nach 5 Aras wird einem immer noch eine Tüte für eine Flasche Cola in die Hand gedrückt. Das einzig Gute an der Verpackungs- und Tütenkultur: Hebt man sich diese auf, so muss man niemals Mülltüten kaufen, sondern kann fleißig den angesammelten Tütenberg aufbrauchen.

Man kann mit gutem Gewissen von einem völligen Abfallchaos sprechen. Und das obwohl ungefähr alle 15 Meter eine Mülltonne oder ein -eimer platziert ist –davon Gebrauch wird nicht immer gemacht. Weiter interessant ist auch die Tatsache, dass diese mitten in der Nacht (beispielsweise um 2 Uhr…) geleert werden. Als äußerst amüsant ist auch die Gelassenheit, die die Müllabfuhr-Arbeiter haben, welche gerne mitten am Tag ihr Fahrgefährt an einer Schule abstellen und es sich im daneben liegenden Park gemütlich machen. So hat mal wieder jede schlechte Seite auch eine erheiternde…

 

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