Jerewan, Armenien 04.01.-10.01.’11 Ein schöner Start ins neue Jahr…

Spontan, wie es spontaner gar nicht gehen kann, haben mich bestimmte Umstände dazu bewegt, Montagsabends den Reiserucksack zu packen und am nächsten Tag mit einem Couchsurfer (àhis name is Dawit), den ich an Silvester kennengelernt habe, nach Yerewan zu fahren. Warum auch nicht? Schließlich sind noch Ferien und wer kann schon sagen, dass er in drei Wochen Aserbaidschan, Armenien und die Türkei unsicher gemacht hat? 😉 So ging es mit der Marschrutka bei blauem Himmel und Sonnenschein los – am Ziel angekommen, wurden wir von Nebel und viel, viel Schnee sowie Eiseskälte begrüßt. Das hätte ich nicht gedacht, dass ich in meiner Zeit als Kulti-Freiwillige noch mit kalten Temperaturen in Kontakt komme bevor ich zurück im kalten Deutschland sein würde. Wie dem auch sei. Nach einer mehr als gastfreundlichen und netten Aufnahme der Familie Dawits wurde erst einmal gute armenische (für mich vegetarische) Kost probiert und dann ging es (wie kann es in einem halbrussischen Haushalt auch anders sein) mit Trinken weiter. Das Resultat war: Ein Party-Abend, wie ich ihn schon seit einigen Monaten nicht mehr erlebt habe. Endlich mal wieder in einer richtig guten Bar (à „Kalume“ = ethnische global Bar) mit unendlich viel verrückten Menschen aus aller Welt! Da wird mein Englisch-Nicht-Know-How endlich mal angetrieben zu einem Know-How zu werden. Ein Abend kann wohl kaum perfekter verlaufen als mit vielen netten Menschen in Kontakt zu treten, zu lachen ohne ein Ende zu finden, White Russians zu genießen und gute Weltmusik zu hören (Balkanmusik, iranischer Ska und Beirut stellen mich da schon zufrieden)! Man glaubt es kaum, aber bei Manu Chao habe auch ich angefangen zu tanzen 😉

So gibt es ausnahmsweise in diesem Artikel im Vergleich zu sonst nicht allzu viel zu berichten. Woran das liegt? Ganz einfach am feiern, feiern, feiern. Zusammen mit meinem Hosti wurde Jerewan unsicher gemacht –und zwar so sehr, dass wir drei Tage kein Tageslicht mehr sahen. Abends wurde zum Weggehen aufgestanden, sich frisch gemacht, was gegessen und los ging’s in die Stadt. Dann wurde bis in die frühen Morgenstunden weitergefeiert und das mehrere Tage hintereinander. So ist es auch kaum verwunderlich, dass ich Jerewan zum ersten Mal bei Tageslicht nach vier vollen Tagen gesehen habe. Aber manchmal ist es einfach nötig, einen Urlaub auch mal auf eine solche Weise zu verbringen. Damit kann ich auf die Frage „Und, wie ist Jerewan so?“ leider keine adäquate Antwort geben außer, dass das Nachtleben super ist 😉 Das ist dann auch der Grund, warum es ausnahmsweise keine 50 Bilder zur Stadt gibt. Aber es ist auch mehr lohnenswert im Sommer noch einmal dorthin zu kommen und dann erst Bilder zu machen. Dann erscheint die armenische rosa Hauptstadt noch schöner und der Berg Ararat ist sichtbar.

So lässt sich aber festhalten, dass auch Jerewan eine kleine Stadt ist… Und so ist es doch kein Wunder, dass ich auch hier einfach auf der Straße auf zwei andere Kulturweit-Freiwillige und wenige Minuten später auf eine Baku-Bekanntschaft treffe. So klein ist die Welt… und wer denkt, dass Deutsch keine weit verbreitete und populäre Sprache ist, der hat sich ebenfalls geirrt. Denn mittlerweile treffe ich auf so ziemlich jeder Party mindestens eine Person, die gerade einen Deutsch-Sprachtest mit mindestens B1-Niveau absolviert hat und in den kommenden Monaten ein Studium in Berlin (wie kann es auch anders sein…) aufnehmen wird.

Nach sechs ereignisreichen Tagen kann nun Istanbuli kommen! Auch wenn ich hierfür leider etwas erkältet bin, aber das wird schon werden 😉 Und danach brauch ich vermutlich erst mal Urlaub vom Urlaub…

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