Borjomi und das Heilwasser

19.02.2011

Zwar ist momentan nun wirklich kein Reisewetter in Georgien, da es entweder zu kalt oder zu nass ist, dennoch kann man ja nicht die ganze Zeit über nur in Tbilissi hocken. Deshalb ging es am Samstag mal wieder auf einen Tagesausflugi. Diesmal war Borjomi an der Reihe.

Borjomi ist ein Kurort im Südwesten des Landes. Aus den berühmten Heilwasserquellen wird dort Borjomi-Mineralwasser abgefüllt und im ganzen Land verkauft. Dieses schmeckt enorm schweflig, zeigt jedoch seine heilende Wirkung am Tag nach einer durchfeierten Nacht 😉

So ging es mit Ilia, Benny und Christof zunächst in den Borjomi-Park, welcher bereits vollständig von Schnee bedeckt war. Der Schneespaziergang aus dem Park hinaus, in den Wald hinein, nach 30minütiger Wanderung am Fluss entlang, bergauf-, berab, führte der Weg schließlich zu der berüchtigten Quelle mitten im Nirgednwo. Gerne hätte ich darin gebadet, nur wäre ich dann spätestens heute totkrank (wobei es sich ja einer der drei Jungs getraut hat – nicht schlecht!). Also wird auch dieses Vorhaben auf ein nächstes Mal verschoben –der Frühling steht ja quasi schon vor der Tür 😉 

Erschöpft von dieser Wanderung ging es natürlich erstmal etwas leckeres Essen. Und das kann man in Borjomi und insbesondere um Borjomi herum mehr als gut! So gab es für uns mal wieder eine reichliche Tafel voller georgischer Köstlichkeiten –aber typisch georgisch auch dieses Mal wieder viel zu viel. Als wir bereits kurz vorm Platzen waren, hatten wir so sehr gehofft, dass die Bedienung die Kartoffel-Chinkali vergisst (was nun wirklich nichts ungewöhnliches wäre), aber nein, gerade in diesem Augenblick erhalten wir zehn große, frisch gemachte Chinkali. Zu gütig! Aber gerade in solchen Situationen wird unsere deutsche Herkunft wieder sichtbar: Wir lassen das restliche Essen einfach einpacken und gehen, bevor die Straßen noch glatter werden.

Das war auch besser so. Zwar wollten wir eigentlich noch in den Zauberpark und das grüne Kloster besichtigen, aber Borjomi eignet sich wunderbar für einen weiteren Tagesausflug in nächster Zeit. Und dann darf an diesem Tag nicht alles voller Schnee liegen. Denn auf einen weiteren beinahe-Unfall bin ich nicht gefasst. Während der Rückfahrt sind wir mit dem Auto ins Schleudern geraten und mal schnell im Schneehaufen neben der Straße gelandet. Es ist nichts passiert, auch dem Auto nicht. Wir sind quasi mit dem Schrecken davon gekommen. Aber wenn man hinten sitzt, die Scheiben beschlagen sind und man nur sieht, wie man auf die linke Fahrbahn gerät, gerade ein Auto entgegenkommt und man im nächsten Augenblick auf die Seite geschleudert wird, auf welcher man nur einen Abhang und einen Fluss sieht, kriegt man es schon mal kurz mit der Angst zu tun. Aber zum Glück ist ja nichts passiert und alle sind wieder heil im schönen Tbilissi angekommen! So konnte das restliche Wochenende noch in vollen Zügen genossen werden –insbesondere das Schneetreiben in Tbilissi…

 

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