Budapest, Ungarn – Von 36 auf 18°C…

30.07. – 02.08.2011 

Nach 25-stündiger Zugfahrt von Kiev nach Budapest und unzähligen Kontrollen (als hätten wir fünf Grenzen passiert) kamen wir im völlig bewölkten und viel zu kühlen Budapest an. Anders als seit zwei Monaten gewohnt, herrschten hier leider keine 36°C im Schatten. Ganz im Gegenteil: Der Himmel war grau, auf der Hinfahrt hat es durchgeregnet, es war windig und fühlte sich an als würde uns der Herbst begrüßen. Dummerweise hatten wir erst einige Tage zuvor unsere gesamte „Kaltwetterausrüstung“ nach Deutschland verfrachtet. Aber wer hätte schon mit so einem Wetterumbruch gerechnet? Da heißt es nur noch zwiebeln, was das Zeug hält!

Durch die häufigen Kurzstädtebesuche und die mittlerweile schon viel gesammelten Eindrücke in den vergangenen drei Wochen ist es sehr schwer, ein Urteil über die Besonderheiten der Stadt abzugeben. Mit dem dreitägigen Budapestaufenthalt lässt sich auf alle Fälle festhalten, dass sich diese Stadt auch locker in Deutschland befinden könnte: Geordnete und ausgebaute Infrastruktur, ein sauberes und gepflegtes Stadtbild, jede Menge Touristen, jede Menge englisch- oder deutschbewandte Ungar, 50 Cent für einen Toilettengang, mindestens 20 € pro Person bei einem Restaurantbesuch, viel zu hohe Zigarettenpresie und jede Menge Obdachlose auf den Straßen. Ein Bild, das man nach 11 Monaten Osteuropa so gar nicht mehr gewohnt ist. Auch gibt es alle uns bekannten Supermärkte und Einkaufsgeschäfte in Budapest: Spar, Aldi Süd, DM, Rossmann, IKEA, H&M, Esprit und und und… Dann gab es auch noch Bäckereien mit richtigen Laugenbrezeln! Man muss zugeben: Das war ein erster Kulturschock! Aber vielleicht auch schon eine gute Vorbereitung auf die baldige Ankunft in Deutschland. (Zugegeben: Es gibt auch uns nicht bekannte Sachen wie z.B. ein Supermarkt mit 80 (!!!) Kassen…)

Doch neben all diesen Gemeinsamkeiten gibt es natürlich auch vielzählige Besonderheiten, die Budapest so sehenwert machen. Beispielsweise die beeindruckenden Stadtbilder, die sich von Aussichtspunkten wie dem Burgberg ergeben. So kann man wunderbar auf die Donau und auf das Parlament im Stadtteil „Pest“ blicken. Von der anderen Seite aus kann man den Burgberg und den Stadtteil „Buda“ erblicken. Neben vielen architektonischen Hochbauten im Jugendstil glänzen vor allem das Parlament und die zweitgrößte Synagoge Europas in ihrem Baustil. Insbesondere das jüdische Viertel ist ein Rundgang wert. Neben alten, baufälligen Gebäuden befinden sich top-renovierte oder teils neue Bauten. Dort gehen Antiquariate und Designerläden Hand in Hand. Auch ist die Straßenkunst in diesem Viertel sehr präsent. Insgesamt wirkt das Viertel wie ein Studentenviertel, in welchem viel Leben und Kunst und damit auch viel Wandel vertreten ist. Eine schöne Wohlfühlatmosphäre!

Abgesehen von diesen Blickfängen kann man auch dem eigenen Wohlbefinden einen Gefallen tun und sich in ein Thermalbad begeben. Während es Bäder gibt, in welche Frauen nur einmal die Woche dürfen, gibt es auch tourigeeignete Mischbäder. Dort erwarten einen viele verschieden heiße Becken, Saunen, Stinke-, aber Wohltubäder und Massagemöglichkeiten. Jedoch ist das ganze nicht mehr so preiswert wie man es noch von Georgien gewöhnt ist.

Und wenn man dann noch etwas für den Gaumengenuss sucht, dann sollte man einen Besuch der großen Markthalle nicht auslassen. Diese ist gefüllt mit frischem Obst, Gemüse, Fleisch und Käse und natürlich unzähligen ungarischen Spezialitäten. Auch gibt es ein halbes Stockwerk voller Souveniers und Andenken für die vielen, vielen Touristen. So verwundert es kaum, dass man plötzlich an jeder Ecke Deutsch hört und man wieder einen jeden zweiten Satz versteht…

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