21. – 22.08.2011 Zagreb, Kroatien

Der letzte Stopp unserer Reise sollte in Zagreb, der kroatischen Hauptstadt sein. Doch dorthin zu gelangen, war gar nicht so einfach… Denn die Tickets für die Busse von Dubrovnik aus nach Zagreb waren alle schon vergegeben. Also mussten wir zunächst nach Split fahren, um von dort aus ein Ticket für Zagreb zu erhalten. Die eigentlich zweistündige Busfahrt zog sich bei 38°C Außentemperatur auf eine fast vierstündige Tuckerfahrt. Das einzig schöne war wieder der Ausblick auf das Meer und die landschaftliche Umgebung. Doch davon war nicht zu viel, da der „Klassenausflug“, der mit uns im Bus saß, die Sonneneinstrahlung nicht so sehr mochte und kurzerhand alle Vorhänge zuzog. Nichtsdestotrotz kamen wir in Split an und erhielten dort auch ein Ticket für nach Zagreb. So sollten wir erst abends um 23 Uhr in der Hauptstadt ankommen. Das passte uns natürlich gar nicht, da wir uns weder über Schlafgelegenheiten informiert noch gekümmert haben. Und so standen wir da, völlig ahnungslos, ziemlich verloren, und machten uns auf die Suche nach einem Hostel. Tatsächlich haben wir eins gefunden, nämlich das „Buzzpackers“. Nur leider war kein Bett mehr für uns frei… Ein Doppelbett war reserviert, doch auf Risiko, dass die Reisenden noch kommen und das Bett in Anspruch nehmen würden, durften wir uns reinlegen. Und zu unserem Glück kam niemand und wir konnten uns ausruhen. 🙂

In fast unerträglicher Hitze gingen wir uns am nächsten Tag die Stadt anschauen. Was wir sofort gemerkt haben: Wir waren wieder in einem katholischen Land angekommen. Denn es war Sonntag, die Straßen war menschen-, ja schon fast gespenstig leer, die Geschäfte, sogar Restaurants waren geschlossen. Also liefen wir einfach umher und waren froh darüber, dass man alle Sehenswürdigkeiten per Fuß abmarschieren konnte. Auch Zagreb ist eine interessante, schöne und sehenswerte Stadt. Das Gute dabei war, dass wir einen deutschen Reiseführer in der Touri-Information erhielten, in welcher zum einen zwei Sehenswürdigkeit-Fußwege eingezeichnet war und zum anderen alle Sehenswürdigkeiten beschrieben und erklärt wurden. Da es zwischendurch jedoch so unerträglich heiß war, flüchteten wir uns zur Abkühlung in das „Kroatische Museum für Naive Kunst“. Dort lief schön die Klimaanlage und wir konnten uns eine uns völlig neue Kunstrichtung zu Gemüte tragen. Neben einer Stärkung im Restaurant, dem Schlemmen von leckerem Eis, dem Ausruhen im Park und dem Bestaunen des botanischen Gartens, mussten wir am Abend in das „Funk-Hostel“ umziehen. Nach dortiger Verschnaufpause ging es ein letztes Mal aus am Abend. Zwar war noch immer nicht viel los, aber ein paar netten Kneipen hatten noch offen und somit auch etwas zu trinken für uns.

Nach unserer letzten Nacht in Nicht-Deutschland ging es am nächsten Tag zu einem vegetarischen Restaurant, um uns dort für die lange Rückreise zu stärken. Mit wirklich köstlichem Essen im Bauch gingen wir zum Bahnhof, um unsere Mitfahrgelegenheit zurück nach Deutschland (München) zu treffen.

Und so schnell kann eine wunderbare Reise vorbei sein… An dieser Stelle möchte ich die kulturelle Besonderheit der Balkanländer hervorheben. Zwar herrschte dort noch vor wenigen Jahren ein bitterer Krieg, doch Länder scheinen sich zu erholen und durch den Tourismus aufzublühen. Besonders interessant empfinde ich die vorherrschenden Religionen. Während in Serbien die orthodoxe Kirche dominiert, ist Bosnien-Herzegowina ein islamisches und Kroatien wiederum ein katholisches Land. Dementsprechend unterscheiden sich die Kulturen und die Lebensarten zwischen der einzelnen Länder. Also wirklich sehr spannend und auf alle Fälle eine weitere, längere Reise wert 😉

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