Mein Buch über die wunderbare Kultur Georgiens

http://www.amazon.de/Das-kleine-kulturellen-Besonderheiten-Georgiens/dp/3990072595/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1334086000&sr=8-1

Viel Spaß beim Lesen 🙂

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Ein großes Dankeschön an meine Leser

An dieser Stelle möchte ich mich bei all meinen fleißigen und treuen Lesern bedanken, die mich stets dazu motivierten meine Reiseberichte regelmäßig zu verfassen, mit Bildern zu beschmücken und letztendlich hier zu publizieren. Das Schreiben und Fotografieren hat mir sehr viel Spaß und Freude gemacht. Ich hoffe, dass ich euch die Schönheit Osteuropas mit Hilfe meines Blogs näherbringen konnte. Leider ist meine Reisezeit nun zu Ende, doch sobald ich wieder die Welt erkunden gehe, werde ich auch meinen Blog wieder auffrischen und ich euch darüber informieren -versprochen! 🙂

Bye, bye Georgia…!

04.-08. Juli 2011

Ein Jahr Georgien! Das war eine Nachricht als ich meine Zusage für meinen Freiwilligendienst bei kulturweit erhielt. Und nun, nun ist die Zeit schon wieder vorbei. So schnell kann´s gehen! Kaum ist man hier angekommen, hat das Land entdeckt, fühlt sich schon wie zu Hause, ist die Zeit auch schon wieder vorbei. Deshalb möchte ich mich an dieser Stelle bei meinen netten Kollegen an der Schule bedanken, durch welche ich eine sehr schöne Arbeitszeit an einer kunterbunten georgischen Schule haben durfte. Auch bedanke ich mich bei allen netten Georgiern und anderen Leuten, die ich in meiner Zeit hier kennenlernen durfte und die meinen Aufenthalt so unvergesslich gemacht haben. Vielen Dank an Alle! Ich wünsche euch alles Gute und ich freue mich schon darauf, euch bei meinem nächsten Georgienbesuch wiederzusehen!

Wie wir unsere letzte Woche in Tbilisi noch genossen und ausgekostet haben, könnt ihr auf den nachstehenden Bildern gut erkennen. Wir werden die Stadt, das Land, die Kultur und die Leute echt vermissen!

Osterbastelei in der Schule

ქრისტე აღსდგა!

 April 2011

Wie zu Weihnachten und Karneval wurde nun auch fleißig zu Ostern gebastelt. In zwei Wochen ging es in 15 verschiedene Klassen –von den kleinen Zweitklässlern bis zu den schon größeren Sechstklässlern, amüsanterweise sogar zu den Zehntklässlern. In manche Klassen ging es einmal, in manchen zwei-, sogar auch dreimal. Die ganzen Basteleien erforderten viel und vor allem gutes Vorbereiten. So wurden Schabloden ausgeschnitten, Eier ausgeblasen, Äste abgebrochen… Das Resultat? Viel kunterbuntes: Oster-Mandalas, Osterplakate, Osterhasen-Fensterbilder, Osterhasen-Girlanden, Ostereier-Mobiles, Ostersträuße sowie bunt angemalte Eier. Vor allem letztgenanntes ist für die georgischen Kinder etwas besonderes. Denn normalerweise werden hier die Eier nur an Karfreitag, nur bis 18 Uhr, nur mit Naturfarbe, nur in Rot als Farbe der Fruchtbarkeit gefärbt. Da kennt es nicht jedes Kind, dass man die Eier auch kunterbunt bemalen und mit Osterbildern bekleben kann –und das auch noch in den Wochen vor Ostern. Da für mich der Vergleich der Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Osterfeierei in Deutschland und in Georgien von besonderem Interesse war, wurde dies ebenfalls in einer 10. Klasse ausführlich besprochen –und zwar passend mit meinem Family-Besuch. Was dabei rauskam, könnt ihr auch auf unserem neuen Schulblog nachlesen: www.195maldeutsch.wordpress.com (Kurzinfo zum georgischen Osterfest: 49 Tage vor Ostersonntag wird mit dem Fasten begonnen. Das heißt: Keinerlei Tierprodukte, kein Alkohol und bewusstes Seelenleben. An Karfreitag werden die Eier gefärbt, am Ostersonntag dürfen diese gegessen werden. In der Nacht von Karsamstag auf Ostersonntag (die Tage heißen hier u.a. Großer Donnerstag) wird in der Kirche 4 Stunden lang gebetet. Zum Osterfest wird ein traditioneller Kuchen gebacken, welcher sich Paska nennt. Schließlich wird am Ostermontag mit der Familie auf den Friedhof gegangen und den Verstorbenen gedacht –dies kann durchaus auch mit einem Gläschen Wein erfolgen.)

Und was wir so alles erfolgreich gebastelt haben, könnt ihr nachstehend bewundern.

Ansonsten wünsche ich allen meinen Bloglesern frohe Ostern und schöne sonnige Feiertage! 🙂

Helau! Helau! Fasching in der Schule…

07. März 2011

Endlich war es soweit! Nach langer Sucherei nach schönen Bastelutensilien hatte ich endlich alles beisammen und konnte loslegen –loslegen mit der Präsentation von Fasching, der 5. Jahreszeit im tristen Deutschland, welches dann endlich einmal im Jahr Farbe verleiht bekommt. Doch diesmal eben nicht in good old Germany, sondern im schönen Georgien. Unsere Schule erhielt die Gelegenheit kunterbunten Karneval zu feiern. Hierfür bin ich in alle zweiten bis fünften Deutsch-Klassen gewandert und habe gebastelt, gebastelt und nochmal gebastelt. Das Resultat war mehr als erfoglreich: Die Kinder hatten schöne Tiermasken und der Gang der Schule war geziert von Faschingsbasteleien. Die Großen konnten es genau wie die Kleinen gar nicht mehr abwarten am 07. März Fastnacht zu feiern. Alle legten sich ins Zeug und dank meiner super Helfer aus der 9., 11. und 12. Klasse sowie alle anderen gerade Anwesenden hatten wir einen mit Luftballon, Luftschlangen und Girladen verzierten Gang, in welchem die Feier stattfinden konnte. Damit die Kinder auch genügend Kräfte zum Feiern haben, gab es von mir selbst gemachte Faschingsküchle sowie einen Kinderpunsch. Was es sonst noch so gab: Natürlich verrückte Karnevalslieder, eine Jonglier-, eine Bastel-, eine Schmink- sowie eine Spielstation. So war der Gang innerhalb weniger Minuten gefüllt mit einer großen Menge an Leuten (meiner Schätzung nach um die 150, aber das Schätzen ist nicht gerade meine Stärke 😉 ). Die Kinder hatten sich sehr ins Zeug gelegt und es gab ein schönes, ausgefallenes Kostüm nach dem anderen. Da hatte es die Jury wahrlich schwer sich zu entscheiden, welches der Kinder nun das schönste und ausgefallenste Kostum trägt. Und wer hat dann letztendlich einen selbstgemachten Faschingsorden erhalten? Eine Pippi Langstrumpf und eine Katze. Ein Trostpreis ging an einen sehr kleinen, niedlichen, knuffigen Georgier, welcher eine traditionelle, georgische Tracht trug. Zwar war nach wenigen Minuten der Gang schon ein einziges Chaos, welches viel Abfall und somit einen schmutzigen Gang hinterließ, aber nach solch einer gelungenen Party räumt man doch gerne auf. 😉 An dieser Stelle ein Dankeschön an die Putzfrau, welche dem Gang den letzten Putzschliff verlieh.

An alle Leser aus der Pfalz: Ich wünsch euch allen schönen Fasching 2011 und schicke euch ein kräftiges Helau aus dem nun bunteren Georgien!

 

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt – oder auch alle vier.

Aus dem schönen Aserbaidschan wünsche ich euch allen frohe Weihnachten im verschneiten Deutschland und einen guten Rutsch ins neue Jahr 2011! Lasst es euch gut gehen und genießt die Feiertage! Viel Spaß beim Geschenke auspacken und lecker Weihnachtsschlemmen 😉

გილოცავთ შობა – ახალი წელს!

 

Nachstehend ein Teil der Neujahrsbeleuchtung in Tbilissi. Im neuen Jahr folgen noch weitere Bilder der doch sehr dezenten Lichterschmückerei. Es hätten ruhig noch mehr Lichter sein können, wenn man schon zwei Silvester feiert…

In der Weihnachtsbäckerei…

Eigentlich dachte ich, dass ich in meiner Zeit in Georgien nichts von Weihnachten mitbekommen würde. Schließlich habe ich mich bewusst dazu entschieden, dieses Jahr kein Weihnachten zu feiern und in Georgien zu bleiben (bzw. nach Aserbaidschan zu fahren). Und da in Georgien das orthodoxe Weihnachten nicht am 24.12. stattfindet und auch nicht auf diese Weise gefeiert wird, dachte ich, dass es alles andere als wahrscheinlich sei, ein vorweihnachtliches Freudegefühl zu erhalten. Da habe ich mich aber gewaltig geirrt. Nicht nur der Goodwilli neben an steht voll mit irgendwelchen klitzernden Weihnachtsartikeln, die kein Mensch braucht, auch die Neujahrsbeleuchtung erinnert stark an das alljährliche amerikanische Welt-Weihnachts-Wettschmücken. Doch nicht nur in den Geschäften und auf der Straße wird man an das Jahreshöhepunkt-Fest erinnert, auch in der Schule lässt sich der heilige Festakt nicht vermeiden. Deshalb hatte ich die vergangenen zwei Wochen auch jede Menge zu tun. Kurzzusammenfassung: So viel habe ich noch nie in meinem Leben gebastelt. Mir schmerzen jetzt noch die Finger. Auch dachte ich nicht, dass ich die Premiere meines Lebens feiern würde 1., eigenständig und 2. in Georgien Plätzchenteig selbst zu machen. Und dann gab es auch zum ersten Mal hand- and selfmade-Kinderpunschi. Was man nicht alles für Qualitäten in einem FSJ entdecken kann… Aber das wichtigste ist doch, dass es den Kindern von klein (2. Klasse) bis groß (12. Klasse) unheimlich viel Spaß gemacht hat zu basteln und zu backen. Das Resultat war am Ende ein Zimmer voll Sternkörbchen, Christbaumschmuck, Engelchen, Weihnachtskerzen und anderen schönen Basteleien. Damit auch das Backen nicht schief gehen kann, habe ich zuvor in zwei Spät-Abendaktionen selbst ausprobiert Plätzchen zu machen. Und das hat erstaunlicherweise gut geklappt, sogar mit einem nicht ganz funktionsfähigen Gasbackofen. Wieso nicht ganz funktionsfähig? Na ja, der Ofen bleibt von alleine nicht an. Was das heißt? Genau. Man darf das Knöpfchen die ganze Backzeit über selbst drücken. Dementsprechend oft ist der Ofen ausgegangen und durfte immer wieder aufs Neue angezündet werden. Die Streichholzfabrikanten waren uns für diesen Backversuch mehr als dankbar –ein äußerst lukratives Geschäft. Das Resultat? Muskelkater im Daumen und ein Blech verbrannter Weihnachtsplätzchen. Aber nach genügend Übung hat man irgendwann herausgefunden, dass die Hitze trotz nicht ganz funktionsfähigem Knöpfchen reguliert werden kann und man hier und da die Plätze der Plätzchen auf dem Backblech tauschen muss, damit jedes gleich viel Hitze abbekommt –Chancengleichheit für alle. Dass der erste Rundgang nicht so einwandfrei verlief, war auch gar nicht schlimm: So hatte ich u.a. bei der ersten Runde das Backpulver vergessen… Nach einem solch turbulenten Start konnten die nächsten Plätzchenversuche ja nur noch besser werden 😉 Und das wurden sie auch. Vor allem das Backen in der Schule lief super. An dieser Stelle ein großes Dankeschön an die Helferinnen aus dem Büffeti und an die netten Bäckerinnen aus dem Büdchen vor der Schule! Ohne die Unterstützung dieser netten Damen wäre das Backen nicht so einfach möglich gewesen und die Kinder hätten an der Adventsfeier keinen traditionellen Weihnachtsgaumenschmaus genießen können.

Aber nicht nur die Bastelei und die Backerei waren in den vergangenen zwei Wochen los. Daneben gab es noch einen weihnachtlichen Empfang des deutschen Botschafters in seinem privaten Heim, eine kunterbunte Adventsfeier in der Schule, Sprachkursi, Sprachdiplom-Prüfungen der 12.Klässler und natürlich alles private, was man darum herum erlebt hat. Hierzu gehört auch das internationale Filmfestspiel, was in Tbilissi stattgefunden hat. Dies hat uns ermöglicht, nach drei langen Monaten wieder einen deutschen Kinofilm zu sehen. Und auch das war alles andere als normal: In dem Film „Die Fremde“ (àein mehr als empfehlenswerter Film!) gab es deutsch- und türkischsprachige Szenen –je nachdem, welcher Schauspieler gerade in der Szene zu sehen war. Zusätzlich gab es georgische und englische Untertitel. Vier Sprachen in einem Film und von jeder mehr oder weniger zu verstehen, war eine sehr interessante Erfahrung. So viel es mir des Öfteren schwer auf die deutsche Sprache umzuschalten, da ich mich schon so auf die anderen drei Sprachen konzentriert hatte. Eine schöne Erfahrung bei einem Film, der das Wort „Drama“ begründet hat. Bitte anschauen, aber danach nichts mehr vornehmen…

Da so viel in den vergangen zwei Wochen los war, kam es (logischerweise) auch zu einem viel zu späten Kümmern um ein Visum für Aserbaidschan. Doch zum Glück ist Tbilissi klein und man kennt sich und es wird schnell etwas für einen geregelt. Und damit können wir über Weihnachten (-ein Glück!) nach Baku im schönen Aserbaidschan fahren und mal einen etwas anderen Weihnachtsabend genießen. Das ist auch notwendig, wenn die Hälfte der Leute ins verschneite Deutschland zurückgereist ist, wobei ich gegen ein wenig Schnee und nicht immer nur blauem, sonnenbestrahltem Himmel nichts einzuwenden hätte 😉

Nach ein paar letzten Schultagen ist nun der Freiwilligendienst im alten Jahr 2010 zu Ende. Was ich an dieser Stelle sagen kann und muss: Die Arbeitsstelle ist super, insbesondere die Kolleginnen, die Schüler und die sehr angenehme Atmosphäre in der Schule. Ich kann nur jedem empfehlen, eine solche Möglichkeit zu nutzen und unbedingt einen Freiwilligendienst im Ausland zu leisten!

Auch wenn dieser nicht immer nur positive Aspekte mit sich bringt… Dies liegt jedoch nicht am Dienst, sondern am eigenen Auge für die Umwelt. So waren Lena und ich gestern in dem einzigen Hundeheim Tbilissis. Wir waren zwar beide positiv darüber überrascht, dass ein solches überhaupt existiert, aber der Umgang des Menschen mit seinem „besten Freund“ ist schon mehr als grausam. In Georgien (wie auch in vielen anderen Ländern) werden sich gerne teure Rassehunde gekauft, als Prestigeobjekt missbraucht und am Ende netterweise ausgesetzt oder abgeschoben. Dies wird wohl auch nach Weihnachten in vielen Ländern wieder der Fall sein. Das traurige ist in Tbilissi, dass das Hundeheim keinerlei finanzielle Schwierigkeiten oder zu wenige freiwillige Helfer hat. Im Gegenteil. Das Problem hier ist: Die Regierung duldet das Hundeheim nicht. Und deshalb wird es in einem Monat geschlossen. Was kann gemacht werden? Vermitteln, vermitteln, vermitteln. Die Hunde brauchen ein neues zu Hause. Zumindest die Hälfte davon. Um die andere Hälfte, die vermutlich keiner haben möchte, da diese zu alt oder zu krank sind, kann weiter von den Tierheimhaltern versorgt werden. Würde ich nicht nur ein Jahr hier sein, hätte ich wohl gestern einen kleinen, großen georgischen Bär mitgenommen und ihm ein kleines Weihnachtswunder beschert…